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Aldeia Segredo do Artesão

Wir sind eng befreundet mit dem Dorf Aldeia Segredo do Artesão der indigenen Huni Kuin im brasilianischen Amazonas. Hier erfährst du mehr über ihr Dorf, ihre aktuellen Herausforderungen und wie du sie direkt unterstützen kannst.

Die Huni Kuin

Die indigenen Huni Kuin leben seit Menschengedenken im westlichen Amazonasgebiet. Ihre Kultur ist eng verwoben mit den Pflanzen und Lebewesen des Regenwalds. Eine spirituelle Verbindung mit der Natur ist die Grundlage ihrer Lebensweise. Eindrucksvolle Elemente ihrer Kultur sind kunstvolle geometrische Muster (die sogenannten kenê), traditionelle heilsame Gesänge und vielfältige Pflanzenmedizinen aller Art, welche sowohl den Körper als auch den Geist heilen und gesund halten.

Mit ihren kulturellen-spirituellen Praktiken bewahren sie ein Gleichgewicht im Ökosystem des Amazonas und stärken auch ihre eigene Resilienz für das herausfordernde Leben inmitten des Regenwalds. 

Seit jeher ernähren sie sich aus dem Amazonas-Regenwald und bewirtschaften ihn auf nachhaltige Weise. Ihre traditionellen Forst- und Landwirtschaftstechniken werden in heutigen Konzepten wie Permakultur und Agroforst wieder aufgegriffen. 

Der Amazonas ist auch durch die jahrtausendelange Bewirtschaftung indigener Völker zu einem der artenreichsten Ökosysteme der Erde geworden.

Die Geschichte des Dorfes

Mit der Kolonialisierung Brasiliens durch die Portugiesen veränderte sich für die indigenen Völker dort vieles. Die Huni Kuin und alle auch alle anderen indigenen Völker im heutigen Brasilien wurden zunehmend zurückgedrängt. Die Ländereien, auf denen sie ungestört leben und wirtschaften durften, wurden immer kleiner. Oft gingen die Kolonialherren mit brutaler Gewalt gegen die indigene Bevölkerung vor, um sie von ihrem Land zu vertreiben und es für eigene Vorhaben nutzen zu können. 

Diese Gewalt eskalierte so stark, dass indigene Gruppen der Huni Kuin notgedrungen in den Dschungel flohen, sich dort aufteilten und versteckt im Wald überlebten. 

 

Im Jahr 2001 erkannte die brasilianische Regierung ein indigenes Schutzgebiet im Amazonas an - Terra Indígena Kaxinawa Praia do Carapanã am Ufer des Flusses Tarauacá im heutigen brasilianischen Bundestaat Acre, nahe an der Grenze zu Peru. 

Dies erlaubte es den Huni Kuin, dort zwölf eigene Dörfer zu errichten und wieder zu ihrer traditionellen Lebensweise inmitten des Regenwalds zurückzukehren. Dabei gründete zum ersten Mal in der Tradition der Huni Kuin eine Frau ihr eigenes Dorf, nämlich Bimi Shu Ikaya - eine starke weibliche Anführerin und hoch angesehene Schamanin. In einem revolutionären Akt gründete sie das Dorf Aldeia Segredo do Artesão

Dank ihres Enkels Isaka sind wir heute enge Partner dieses Dorfes und unterstützen es nach besten Kräften von Deutschland aus. Isaka ist ein junger Anführerer und Schamane seines Dorfes. Als kultureller Filmproduzent bringt er mit seiner Produktionsfirma Bimi Produções authentische Einblicke in das indigene Leben auf die Leinwand und macht seine Kultur auf diese Weise für uns sichtbar. Isaka hat uns bereits mehrmals für kulturelle Veranstaltungen in Deutschland besucht.

Lerne das Dorf kennen

Aktuelle Herausforderungen

Auch wenn die Huni Kuin heute wieder in ihrem eigenen Dorf auf ihre traditionelle Art leben dürfen, ist noch lange nicht alles gut. Ihre traditionelle Lebensweise ist auf ein intaktes Ökosystem angewiesen - und der Zustand, in dem sie es von der brasilianischen Regierung bekommen haben, war katastrophal. 

Als ursprüngliche Waldbewohner gehen sie traditionell auf Jagd. Doch der Wald ist stark abgeholzt, und ihr Gebiet ist so klein, dass es dort nicht genug Tiere gibt, die sie auf nachhaltige Art jagen können. Deswegen haben sie eigene Richtlinien eingeführt, wann und wie oft gejagt werden darf, damit die Tierpopulation sich regenerieren und wachsen kann. Als Nahrungsgrundlage für das Überleben der Huni Kuin ist das nicht ausreichend. 

Auch für den Bau ihrer traditionellen Hütten ist das Holz aus dem Wald nicht ausreichend. Deswegen müssen sie Baumaterial für ihre Unterkünfte extern einkaufen und in ihr Dorf transportieren. 

Ihr Dorf liegt direkt am Fluss Tarauacá. Bis vor etwa 10 Jahren war die Wasserqualität dieses Flusses noch ausreichend, dass die Huni Kuin darin auf traditionelle Art fischen konnten und das Wasser zum Trinken und zur Körperhygiene nutzen konnten.

Doch entlang dieses Flusses liegen nicht nur indigene Dörfer, sondern auch "normale" Städte - und nicht alle Menschen teilen das Umweltbewusstsein der Indigenen. Flussaufwärts des Dorfes liegt die (nicht-indigene) Stadt Jordão. Von dort werden Abwässer in den Fluss geleitet, die das Wasser für alle flussabwärts davon verschmutzen und unbrauchbar machen. So auch für das Dorf Aldeia Segredo do Artesão.

Auch stellt der Fluss den einzigen Transportweg durch den Dschungel dar. Deswegen fahren viele Motorboote den Fluss auf und ab und verschmutzen ihn zusätzlich. Die Trinkwasserversorgung der Huni Kuin ist dadurch zum Erliegen gekommen. Besonders die kleinen Kinder des Dorfes leiden aufgrund des verunreinigten Trinkwassers oft an Infektionen und Fiebererkrankungen.

Damit die Huni Kuin autark auf ihrem Gebiet leben können, müssen sie es zuerst wieder in einen guten ökologischen Zustand bringen und eine grundlegende Infrastruktur für ihre Wasserversorgung aufbauen. 

All das kostet viel Geld - welches die Huni Kuin nicht haben.

Kolonialisten haben zuerst die Huni Kuin gewaltsam vertrieben und den Regenwald gewinnbringend abgeholzt. Nun müssen die Huni Kuin ihn aus eigenen Mitteln wieder aufforsten.

Und all das ohne nennenswerte staatliche Unterstützung. Die brasilianische Regierung verspricht zwar immer wieder finanzielle Unterstützung, diese kommt aber de facto nicht an. Die Huni Kuin versuchen mit dem Verkauf von Kunsthandwerk und touristisch-kulturellen Projekten sich ein Einkommen aufzubauen. Allerdings ist das nicht ansatzweise ausreichend für all die notwendigen ökologischen und infrastrukturellen Maßnahmen.

Aus diesen Gründen brauchen die Huni Kuin in erster Linie Geld von uns. Geld, um das Ökosystem des Amazonas lokal zu regenerieren. Geld, um eine langfristige Grundlage für ihren autarken und nachhaltigen Lebensstil im Wald zu schaffen. Geld, um indigenes Leben wieder möglich zu machen. 

Höre zu

Um mehr über die Herausforderungen des Dorfes Aldeia Segredo do Artesão zu erfahren, hörst du am besten direkt dem Anführer Cacique Isaka Huni Kuin zu. In dieser Aufzeichnung eines Onlinevortrags spricht er über die Herausforderungen durch Klimawandel und Ökozid für die indigene Bevölkerung im Amazonas.

Aktuelle Projekte im Dorf

Um ihre Lebenssituation im Amazonas zu verbessern, führt die Dorfgemeinschaft eigene Projekte durch. Dabei liegt die Projektleitung vollständig in indigener Hand. Ihre Ziele sind, das empfindliche und schwer geschädigte Ökosystem des Amazonas wieder zu regenerieren und eine autarke Lebensweise der indigenen Bewohner zu ermöglichen. 

Agroforst

Agroforst

  • autarke Versorgung mit Nahrungsmitteln

  • Stärkung der indigenen Selbstverwaltung

  • Wiederaufforstung des Amazonas

Drohne im Flug

Filmproduktion

  • Bewusstsein schaffen für indigene Völker und deren Wirken

  • authentische Einblicke in das indigene Leben

  • Dekolonisierung, Stärkung indigener Rechte

Wasser

Infrastruktur

  • Versorgung mit sauberem Trinkwasser

  • grundlegende Sanitärinstallationen 

  • Bau von (Gemeinschafts-)unterkünften

  • Schulmaterial für Kinder

Agroforst

Wiederaufforstung des Amazonas

Dank einer privaten Großspende entsteht unter Anleitung des indigenen Forsttechnikers Cacique Yãki Huni Kuin ein Agroforst - ein essbarer Wald.

Das Projekt "Agroforst"

Schon immer haben indigene Völker im Amazonas gelebt. Und schon immer haben sie ihn so bewirtschaftet, dass sie sich nachhaltig aus ihm ernähren können. 

Eine indigene Forsttechnik ist der gemischte Anbau von Obstbäumen und Gemüsepflanzen darunter - heute besser bekannt als "Agroforst". Ein solcher Agroforst sieht aus wie ein Wald, ist aber tatsächlich eine landwirtschaftliche Fläche voller essbarer Nahrung von ganz unten am Boden bis oben in die Baumkronen - ein essbarer Wald! 

Es ist eine traditionelle und nachhaltige Anbauweise, um das Dorf langfristig autark mit Nahrung versorgen zu können. Gleichzeitig wird damit der stark abgeholzte Regenwald wieder mit einheimischen Baumarten aufgeforstet. Eine Win-Win-Situation für Mensch und Natur. 

Was bisher geschah

Dank einer privaten Großspende im Jahr 2025 ging der langgehegte Traum des indigenen Forttechnikers und Anführers Cacique Yaki Huni Kuin in Erfüllung, sein Dorf mit einem eigenen Agroforst versorgen zu können. 

Die großzügige private Spende erlaubte es, mehrere hundert Baumsetzlinge zu kaufen und deren Transport in das abgelegene indigene Dorf zu finanzieren. 

Dort packte das ganze Dorf mit an und setzte im Oktober 2025 den Spatenstich für den Agroforst. Nach einer weiteren privaten Großspende konnten im Februar 2026 weitere Setzlinge gekauft werden und in einer großen Aktion mit vielen indigenen und nicht-indigenen Helfern der Agroforst ausgeweitet werden.

Was sie sich für die Zukunft wünschen

In Zukunft hoffen die Huni Kuin auf weitere Spenden, damit der Agroforst zu einer Größe heranwächst, die eine komplette autarke Versorgung des Dorfes mit Nahrungsmitteln ermöglicht.

 

Langfristig sollen auch die umliegenden elf indigenen Dörfer im Schutzgebiet einen Agroforst bekommen, so dass alle profitieren.

Da das indigene Schutzgebiet sehr klein ist, möchten die Huni Kuin weitere umliegende Grundstücke dazukaufen. Auf diese Art können sie den Agroforst noch weiter ausbauen. 

Wie du unterstützen kannst

Du kannst die Huni Kuin bei ihrem Projekt unterstützen, indem du eine Baumpatenschaft übernimmst!

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Da der größte Teil der Arbeiten ehrenamtlich durchgeführt wird und keine Gebühren für vermittelnde NGOs oder nicht-indigene Projektleitungen anfallen, sind die Kosten pro Baumsetzling unschlagbar günstig: Mit nur 2,50 € finanzierst du den durchschnittlichen Kauf, Transport und lebenslange Pflege eines Baumsetzlings!

Die indigene Bevölkerung versorgt, pflegt und schützt die Bäume dauerhaft. So kannst du sicher sein, dass dein gespendeter Baum auf lange Zeit einen wertvollen Beitrag für das Leben der indigenen Huni Kuin und auch den Amazonas-Regenwald leistet. 

Schamane

Spende jetzt!

Sende deine Spende jetzt an Cacique Isaka Huni Kuin. Deine wertvolle Spende kommt in voller Höhe in die vertrauensvollen Hände des engagierten und zuverlässigen Anführers des Dorfes Aldeia Segredo do Artesão. Alle Spenden werden zur Verbesserung der Lebensbedingungen im indigenen Schutzgebiet Terra Indígena Kaxinawa Praia do Carapanã verwendet.

Wir haben auch schöne Geschenkkarten für dich vorbereitet, die du mit einer Geldspende verschenken kannst. Diese findest du auf der Website von sereia Naturspiritualität.

KLIMAWANDLER

eine ehrenamtliche Initiative

ins Leben gerufen von

von sereia Naturspiritualität

sereia Naturspiritualität
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